13.12.2009, Hundeführerschein 5 und 6

Letzte Woche ging es zu einer Messe für Hundeartikel. Die Übungen haben wir vor dem Eingang gemacht. Leinenführigkeit und BLEIB standen auf dem Stundenplan. Es wimmelte nur so von fremden Hunden - mindestens die Hälfte davon kuckten sich die Welt aus Frauchens Handtasche an. Verrückte Menschen! Smilla war wieder gut drauf und wir haben sie später auch mit in die Messehalle genommen. Mit der Leinenführigkeit haben wir keine Probleme. Schwierig waren allerdings die BLEIB-Übungen. SITZ und PLATZ geht noch gerade so - für ein paar Sekunden. STEHEN gestaltet sich weiterhin schwierig. Von den drei Minuten, die in der Prüfung gefordert werden, sind wir weit entfernt...
Heute waren wir dann in der Wiesbadener Innenstadt unterwegs. Unter anderem auch auf dem noch schlafenden, mit Glühweinresten und anderen Leckereien übersähten Weihnachtsmarkt. Smillas Nase klebte die gesamte Zeit am Boden und der kleine Hund war dementsprechend schlecht ansprechbar... Direkt vor Beginn der Übungsstunde hat Smilla ein Stückchen Brezel auf dem Boden gefunden. Was haben wir gelernt? Abruchsignal benutzen und die Brezel gegen ein Leckerchen zu tauschen! Was hat Herrchen gemacht? Den Hund an der Leine weggezogen. Natürlich zu spät. Dann in Smillas Maul gegriffen um die Überreste wieder aus ihrem Köpfchen zu schütteln. Das ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
BLEIB-Übungen waren auch wieder schwierig- zumindest sobald man sich etwas vom Hund entfernt und ihr nicht ständig das Handzeichen vor die Schnauze hält. Hunde- und Menschenbegegnungen haben aber erstaunlich gut geklappt. Keine überschwenglichen Begrüßungsszenen...


13.12.2009, Neues von den Herren

Seit heute sind nur noch sieben Böckchen bei uns zu Besuch. Micha hat gerade eben zwei unserer Lieblinge angeholt. Irgendeine glückliche Familie wird sich hoffentlich an Weihnachten an Hörni und seinem Kollegen den Magen verderben :) Um es sich mit uns nicht ganz zu verscherzen hat Micha aber auch ein neues kleines Böckchen mitgebracht...
Das Hüten mit den Böckchen klappt hervoragend. Die haben echt immernoch Angst vor dem gefährlichen kleinen Hund. Für Smilla sind die Schafe schnell wieder zum Alltag geworden. A Anstatt aufgeregt und kaum ansprechbar allein auf die Herde loszugehen glänzt sie momentan teilweise mit Desinteresse. Die Maulwurfshügel sind mindestens so interessant wie die Böckchen - sind ja auch gefährliche Stolperfallen... Jedenfalls ist Smilla jetzt mit so viel Ruhe bei der Arbeit, dass wir sie echt in jeder Situation abrufen können!
Wir arbeiten jetzt daran unsere Position zu verändern. Mal an der Seite der Herde, mal hinter der Herde neben Smilla zu arbeiten. Schwierig, denn Smilla sucht von sich aus immer die 12Uhr-Position, um einem die Schafe zuzutreiben. Das Nachtreiben steckt Smilla einfach im Blut...


23.11.2009, Hundeführerschein 3 und 4

Letztes Mal haben wir uns an einem kleinen Bahnhof in der Region getroffen. Es stand wieder Tabutraining und Grundgehorsam auf auf dem Stundenplan. Ein feinsäuberlich umgekippter Mülleimer diente als Objekt der Begierde für unsere Hundis. Vorbereitung ist alles.
Obwohl schnuppern eigentlich nicht erlaubt war hat Smilla sich eine Nase voll Müllgestank gegönnt. Wer kann es ihr verübeln? Sonst gab es hier keinerlei Probleme. Bei den SITZ, PLATZ und STEH Übungen konnten wir glänzen. Smilla hatte einen guten Tag... Es ist komisch wie unstetig die Kommandos bei Smilla ankommen. Auf normalen Spaziergängen ohne große Ablenkung verwechselt sie immer mal wieder SITZ und PLATZ, während sie im größten Getümmel voll auf uns konzentriert ist alle Kommandos problemlos ausführt. Erinnerungen an uns selbst: Jedes Signal gibt es nur noch einmal! Handzeichen gibt es nur noch als Hilfe nach dem Wortsignal!
Diesen Sonntag war dann der Wiesbadener Hauptbahnhof an der Reihe. Wieder Tabutraining, wieder Gehorsams- und Entspannungsübungen und a bissl Leinenführigkeit. Smilla wächst mit ihren Aufgaben. Es lief echt gut!


08.11.2009, Malte, der Neue

Malte, ein Norweger, macht unser pferdisches Trio wieder komplett. Vorgestern hat er die Ankaufsuntersuchung ohne Probleme hinter sich gebracht. Auch von den anderen zwei wurde er gut aufgenommen. Champ scheint sich sogar verliebt zu haben...


29.10.2009, Herding mit Herrchen

Seit die Böckchen bei uns sind geht auch Herrchen gerne mal mit Smilla ins Training. Hat ja lange genug zugesehen, um zu wissen wie es geht. Theoretisch. Smilla verwirrt es allerdings, wenn wir beide bei den Schafen drin sind. Wem soll sie die Dinger den jetzt bringen?
Der Ausbruch der Schafe hat dazu geführt, dass wir unsere Sicherheitsmaßnahmen erhöht haben. Auch fremde Hunde werden nur noch einmal versuchen den E-Zaun umzurennen. Starkstrom ;)


29.10.2009, 2. Laeufigkeit

Wie die Zeit vergeht. Smilla ist schon wieder läufig. Es sind fast neun Monate vergangen. Im Moment merkt man ihr die Strapazen schon an. Sie braucht etwas mehr Schlaf und ist einfach weniger hyperaktiv. Armes kleines Hundchen...


28.10.2009, Ausbruch zwecks Campingurlaub

Gestern abend auf der Koppel hat uns echt ein Schlag getroffen. Die Schafe waren verschwunden. Der Zaun niedergetrampelt, obwohl die Weide noch einiges hergab. Es wurde schon langsam dunkel. Wir mussten uns beeilen. Ab ins Auto und runter an die fetten Rheinwiesen. Wo sonst sollte so eine Schafherde hinlaufen? Nach einer halben Stunde erfolgloser Sucherei haben wir uns in die andere Richtung orientiert. Inzwischen war es stockduster. Vor einem benachbarten Campingplatz stand ein Polizeiwagen. Wir fahren vorbei und fragen, ob sie ein paar Schafe gesehen haben. Einer der Wachtmeister nickt. Die Suche hat ein Ende. Unsere Böckchen waren nicht auf der Suche nach besserem Futter, sie wollten einfach ein sicheres Plätzchen mit einem Zaun drumrum und ein paar Menschen in ihrer Nähe. Wahrscheinlich hat ein Hund die Herde durch den E-Zaun gehetzt und sie haben tatsächlich nur Schutz gesucht. Eine Frau vom Campingplatz schilderte uns später wie die Schafe wie alte Stammgäste durch das offene Eingangstor hereinspaziert sind. Durchgeknallte Böckchen... :)


19.10.2009, Die Boeckchen sind da!

Samstag sind sie auf unserer Koppel angekommen. Acht wunderbar hübsche Riesenlämmer. Für Smilla und uns die Chance die Schafe als Mitbewohner und nicht als Sportgeräte bzw. Jagdobjekte zu begreifen. Die Böckchen sind im Umgang mit Hunden vollkommen unbelastet. Sie zeigen im Gegensatz zu den Damen keinerlei Ambitionen ihre Herde zu verteidigen und erschrecken sich bei den kleinsten Bewegungen und leisesten Geräuschen. Eine echte Umstellung für Smilla - allerdings auch eine große Chance bedächtiges und entspanntes Hüten mit viel Auge und wenig Druck zu lernen. Wir freuen uns auf die schöne Zeit die vor uns liegt...


19.10.2009,Hundeführerschein: Folge 2

Gestern stand die zweite Sitzung des Hundeführerscheins auf dem Programm. Diesesmal schon außerhalb des Hundeplatzes neben einem von Joggern, fremden Hunden und Reitern hochfrequentierten Feldweg. Auf dem Programm standen: Leinenführigkeit, Tauschen und das Tabu-Training :)
Unser Problem: Spaziergänger, die sich hinter Smilla aufhalten. Der Hund kann nicht weiterlaufen.
Lösung:
a) Stehenbleiben und die Menschen vorbeiwinken
b) Ignorieren und an der Leine zerren
c) Aufmerksamkeit des Hundes zurückerlangen und weitergehen Problem Nr.2: Das "STEH" zu halten. Smillas Hintern folgt immer wieder der Schwerkraft :)
Lösung:
a) Übung abbrechen und entnervt aufgeben.
b) Eine mechanische Vorrichtung installieren, die das wiederholte Hinsetzen verhindert
c) back to the basics. Kurze "STEHs" belohnen und langsam die Dauer erhöhen
Auch wenn die Lösungen auf der Hand liegen sind die Probleme nicht ohne weiteres aus der Welt zu schaffen. Üben, üben, üben... Tabu-Training lief einwandfrei. Smilla fragt eigentlich fast immer nach bevor sie sich etwas nimmt. Tauschen war auch perfekt. Kennt sie von kleinauf. Für dreckige Socken gibt's manchmal ganz tolle Sachen...


29.09.2009, Hundeführerschein: Der Anfang

Vorgestern war es soweit: Beginn des Hundeführerscheins. foto Da kommt eine Menge Arbeit auf uns zu. Insgesamt haben wir 16 Praxis- und 8 Theoriestunden, allerdings werden wohl unzählige außerplanmäßige zermürbende Übungen mit Smilla hinzukommen :)
Wie schon einmal beschrieben gab es auch diesmal wieder leichte Verständigungsschwierigkeiten - vor allem beim "STEH" aus dem "SITZ" und "PLATZ" heraus. Der verdammte Hund hat seinen Hintern nicht unter Kontrolle. Den zieht es schon nach wenigen Sekunden zielsicher auf den Boden :) Aus der ersten Unterichtsstunde gehen wir also mit einem ordentlichen Berg an Hausaufgaben heraus.
Aber es war nicht alles schlecht: Gerade bei den Entspannungsübungen konnte Smilla glänzen und ihre Lieblingsposition einnehmen: rücklings liegen und die Pfoten in den Himmel. Nur Leute die unsere Smilla nicht kennen kämen auf die Idee dieses Verhalten mit Unterwerfung zu verwechseln. Dann pinkelt sie nämlich dazu noch in den Himmel :)


44. Hütetraining: Bekanntschaft mit der Boeckchenherde

Beim letzten Training haben wir die ausgesonderte Böckchenherde besucht. Die ist seit ungefähr drei Wochen nicht mehr gehütet worden und war dementsprechend fluchtig. Da wurde auch Smilla ein ganz anderes, vorsichtigeres Verhalten abverlangt als dies bei den an Hunde gewöhnten Damen der Fall ist. Theoretisch müsste sie weitere Bögen gehen und mit mehr Abstand hüten als gewohnt. Auch hier gibt's also viel zu lernen.
Hinzu kam das Gelände welches Hund und Frauchen Bergsteigerqualitäten abverlangte und es schwierig machte die Schäfchen dorthin zu treiben, wo sie hin sollten. Das freie Hüten haben wir unter diesen Umständen gleich sein gelassen. Das wäre wohl zu chaotisch geworden, denn auch Smilla hatte ordentlich Feuer unterm Hintern. Wir sind schon sehr gespannt darauf die Böckchen auf der Sommerweide der Pferde zu begrüßen. Für Smilla bietet das die Möglickeit sich in Entspannung an den Schäfchen zu üben. Einfach mal dabei sein wenn wir die Zäune stecken, zufüttern usw...
An dieser Stelle nochmal ein Aufruf: Die Böckchen sind jetzt ungefähr ein halbes Jahr alt und werden wohl ihren ersten Geburtstag nicht überleben. Um den Böckchen ein ähnlich schönes und langes Leben zu ermöglichen wie ihren Müttern ist der Verein "Böckchen in Not e.V." auf ihre Mithilfe angewiesen. Egal ob eine Tüte trockenes Brot, ein Ballen Heu, eine kleine Geldspende oder gar ein Zuhause auf Lebenszeit - das Leben der Böckchen liegt auch in ihrer Hand ;)


17.09.2009, Urlaub im Allgaeu

Der erste Zelturlaub mit Smilla. Das kann ja heiter werden. Das Wort "Urlaub" erscheintfoto, bei dem was da auf uns zu kommt, wohl fehl am Platz... Aber wir haben Smilla, wie so oft, mal wieder unterschätzt. Es stellte sich heraus, dass sie noch weitaus unkomplizierter ist als wir dachten.
Sie hat mit uns Berge bestiegen, ist durch enge Schluchten gewandert, über wackelige Brücken an steilen Abhängen geklettert, hat mit viel Ruhe dichte Menschenmassen und Stadtausflüge ertragen und fing nicht einmal zu jammern an, als Herrchen und Frauchen sie als Wachhund allein am Zelt zurückließen. Die Prüfung zum Bergrettungshund würden wir mit Bravur bestehen :) Der Hundeführerschein kann kommen...


17.09.2009, 42. Hütetraining: der neue Bock

Seit zwei Wochen das erste Wiedersehen mit den Schafen. Dementsprechend viel Feuer hatte Smilla auch im Hintern :) Schwierig...
Die Schafe schienen heute - falls sie schon jemals welchen gewonnen hatte - jeglichen Respekt vor Smilla verloren zu haben. Bockige Schafe, die nicht so wollen wie der Hund & ein Hund, der nicht so will wie sein Halter. Das war zu viel für meine schwachen Nerven ;)
Der neue Bock, ein Rhönschaf, ist ein echter Winzling und schon voll bei der Arbeit...


30.08.2009, 41. Hütetraining: ernuechternde Ergebnisse

Diesmal ging es wieder ins Roundpen, um an die Erfolge vom letzten Mal anzuknüpfen. Allerdings haben wir heute den Schwierigkeitsgrad nochmal gesteigert. Habt ihr mal versucht eurem Hund Wortkommandos zu geben ohne dabei zusätzliche Körpersignale sprechen zu lassen? Wir anscheinend nicht... So übten wir die Richtungswechsel, Frauchen veränderte dabei ständig ihre Stellung zu Hund und Schafen und achtete darauf keine Körpersignale einzusetzen bzw. Wort- und Körpersignal zeitlich von einander zu trennen, damit Smilla die Chance hat sich auf die Wörter zu konzentrieren. Schwierig, aber nach einer Weile hat Smilla es geschnallt.
Dann gings zu den Basics. So eine Blamage. SITZ, PLATZ und STEH ohne Körperhilfe = unmöglich. Smilla fängt an zu raten und macht eines der drei Dinge... Jedenfalls haben wir jetzt etwas woran wir arbeiten können :) Samstag fangen wir mit dem Hundeführerschein an. Wir sind gespannt...


23.08.2009, Sprungschafe

Und wieder Seminar-Sonntag bei Micha. Fotos sind jetzt online... War gar nicht so leicht dieses mal. Aber seht selbst! Bildernamen findet ihr ../LINKS unterhalb der Bilder-Übersicht. Schreibt uns einfach eine email, wenn ihr Interesse habt.
Smilla hat heute ordentlich mitgearbeitet. Die stellvertretende Leitung von Rosalie war irgendwie in Sprung-Laune und ist gleich dreimal über den E-Zaun gehüpft. Also hiess es erstmal Wache halten am Roundpen. Viel besser als nutzlos rumzuliegen! Wie ein professioneller Koppelgebrauchshund das so macht hat Smilla auch beim Umsetzen der Schafe mitgeholfen. Ein echter Profi ;) In letzter Zeit hat sie echt noch einmal einen großen Sprung nach vorne gemacht...


16.08.2009, 40. Hütetraining: Roundpen

Ein gutes Training. Angefangen haben wir mit ein paar Gehorsamkeitsübungen. Bei erfolgreicher Ausführung ging's dann näher in Richtung Schafe. Nach einem Ausrutscher bei dem Smillas Nase Bekanntschaft mit Rosalies Dickkopf machen musste, arbeitete sie mit einem gesunden Sicherheitsabstand :)
Insgesamt war Smilla heute so ruhig wie noch nie. Unglaublich! Die Rute schliff völlig entspannt hinter ihr her. Das lag auch daran, dass die Schafe heute sehr ruhig waren, was sich auf Smilla übertragen hat. Zudem tat das Clickern an den Schafen Smillas Konzentration sehr gut. Beim Hüten sind oftmals so viele Dinge gleichzeitig zu beachten, dass nur wenig Zeit und Aufmerksamkeit dazu bleibt den Hund im richtigen Moment zu clickern. Heute hat sich aber gezeigt, dass man mit dem rechtzeitigen Clickern viel mehr erreichen kann als mit einem Unterbrechungskommando. Micha hat mal wieder ein gutes Auge für die Situation bewiesen und dazu geraten nach Ausführung der Richtungskommandos ein wenig länger mit dem Click zu warten. Eben gerade so lange, dass Smilla sich löst und selber auf geänderte Umstände reagieren kann, aber noch nicht dazu übergeht Geschwindigkeit aufzubauen. Hat super geklappt. Was wir heute gesehen haben war hoffentlich ein kurzer Blick in die Zukunft. Wir wissen jetzt, wozu Smilla in der Lage ist, wenn sie konzentriert arbeitet...
Leider gibt's nur wenige Bilder, da der Fotograf die Kamera nicht bedienen konnte :)


09.08.2009, Hüteseminar

Es war mal wieder so weit: Seminar-Sonntag bei Micha. Immer wieder schön, besonders bei so einer netten Truppe wie heute. Wir haben schon andere gesehen. Freut euch auf eine riesige Auswahl von Fotos... Die Bildernamen, die ihr in der email an die "jj-smilla at gmx.de" angeben müsst, findet ihr ../LINKS unterhalb der Bilder-Übersicht. Wenn die Hundenamen falsch geschrieben oder gar vergessen wurden, so tut uns das leid :)
Smilla hat den Tag größtenteils an der Leine verbracht und ist dabei auch diesmal wieder relativ ruhig geblieben. Es gab nur ein leises kontinuierliches Jammern :) Zum Abschluss konnte auch Smilla noch mal an die Schafe und den Frust vom Tag vergessen. Alles wieder gut.


06.08.2009, 38. Hütetraining: Outruns

Ein Durchbruch bei den Outruns! Wahnsinn. Anstatt wie sonst den direkten Weg zu den Schafen zu suchen kann Smilla heute einen weiten Bogen gehen. Woher der plötzliche Sinneswandel? Die Schafe standen auf einer Wiese voller Disteln. Smilla scheint hier sehr empfindlich zu sein und nimmt deshalb weite Umwege in Kauf. Die Übertragbarkeit des Erlernten auf andere Bodenbeschaffenheiten kann in Frage gestellt werden :)


30.07.2009, Nachholbedarf

Es gab jetzt fast einen Monat kein Update. Herrchen war schwer beschäftigt. Jetzt ist es Zeit den letzten Monat aufzuarbeiten...
Beim Hütetraining letzter Woche hat sich gezeigt, dass wir Smilla direkt am Anfang der Stunde ihre Grenzen klar machen müssen. foto Sie wurde ein paar mal "RAUS" geschickt, damit sie lernt nicht zu nah an den Schafis zu arbeiten. Sie steht zu Beginn des Trainings wirklich immer sehr unter Strom und es ist schwer sie vom Kreiseln abzuhalten. Wenn sie ihr erstes Pulver verschossen hat, kann man förmlich dabei zusehen, wie sich die Anspannung auflöst und sie anfängt sich gleichermaßen auf Frauchen und die Schäfchen zu konzentrieren. Ein "Zurück-an-die-Leine" wird es also nicht mehr geben. Wir müssen einfach noch schneller dazwischen gehen, wenn Smilla unerwünschtes Verhalten zeigt. Ein guter Hütestab ist da schon die halbe Miete ;) Schon beim vorletzten Training war Smilla - nach dem typischen anfänglichen Ungehorsam - wie ausgewechselt. D a hat sie wohl das Unheil (die Schleppleine) gerochen und ist noch mal in sich gegangen.
Ein paar Fotos vom Leben abseits der Schafe gibt es auch mal wieder: Badezeit!


05.07.2009, 35. Hütetrainig: Zum Hüten braucht's kein Frauchen

Donnerstag abend ging's zu Micha und den Schafen. Smilla hatte zwei Wochen nicht mehr anständig gearbeitet. Letzte Woche beim Seminar konnte sie nur zuschauen. Die Woche davor stand mehr unter dem Motto "Posieren für die Fotografen". Wie zu erwarten, war Smilla also nur schwer zu bändigen. In der Hoffnung eine Übung mit guter Kontrolle auszuwählen haben wir also wieder die Basics von Outruns geübt: Absetzen - mit dem jeweiligen Richtungskommando in gedachter Kreislinie um Frauchen herum zu den Schafen abrufen - und dann möglichst wieder ins "STEH" bekommen nachdem Smilla sich ein paar Meter gelöst hat. Dies hat sich allerdings als schwierig erwiesen...
Nachdem Smilla immer wieder das "STEH" fahrlässig missachtet hat und auf dem direkten Weg auf die Schäfchen zustürzte, anstatt sie in einem weiten Bogen einzusammeln, haben wir ein neues Instrument ausprobiert, um sie zu maßregeln. Ein lautes "TSCHÜSS" und dann nichts wie weg außer Sichtweite von Smilla. Das aber störte sie kein bißchen. Nach ein paar Minuten "LOOK SHEEP" und selbstbelohnendem Umkreisen der Herde hat sie sich ein Herz gefasst und ist zögerlich auf die Suche nach uns gegangen. Eine echte Zwickmühle, denn man kann die Schafe ja nicht einfach so alleine lassen :) Das ganze war also ein Schlag ins Wasser. Nächstes mal nehmen wir wieder die Schleppleine mit! Das hat sie nun davon...


05.07.2009, Badezeit und erfolgreicher Rueckpfiff

foto Die letzten Tage war es hier so verdammt heiß. Jedes Spazierengehen total ausgeschlossen. Da hilft nur eine kleine Abkühlung im Rhein. Der Altarm ist allerdings schon umgekippt. Überall Algen und ein fauliger Geruch... Letzter Ausweg - der echte Rhein. Der hat zwar ordentlich Strömung, aber die Hundis haben ja das Seepferdchen :)
Auf dem Weg zurück nach Hause ist Smilla heute über ein Reh gestolpert. Ein Pfiff und schon kam sie angesaust. Tolle Sache!


28.06.2009, Hüteseminar: Neue Fotos

Der Titel sagt eigentlich alles. Wieder mal ein Hüteseminar. Wieder neue Hunde. Wieder hunderte Fotos.
Smilla konnte nur kurz an die Schäfchen, hat aber auch hinter dem Zaun eine gute Figur gemacht und ist relativ ruhig geblieben. Nächste Woche gibt's wieder neue schafige Abenteuer, versprochen.


20.06.2009, 34. Hütetraining: Angeleinte Schafe und gegrilltes Lamm

Heute waren wir alleine bei den Schäfchen, da Micha keine Zeit hatte. Sie hatte uns vorgewarnt, dass Rosalie heiß drauf wäre, also haben wir altes Brot zur Bestechung mitgenommen. Die Brottüte schon in der Hand, Strom aus und alle rein zu den Schäfchen... foto Die wussten noch nicht mal, was in der Tüte drin ist als sie mich schon umzingelt hatten und versucht haben an mir hochzuklettern. Unverschämt. Nachdem ich ein wenig von dem Brot verteilt und die Tüte todesmutig wieder über den E-Zaun befördert hatte wichen Rosalie und ihre Familie nicht mehr von meiner Seite : )
Smilla war erst etwas zurückhaltend, zeigte viel Übersprungsverhalten (ich meine: sie hat viele Schafsköttel gegessen). Die starke Motte im Hintergrund hat ihr anscheinend doch gefehlt. Nachdem sie mehrmals von Roslalie um die Herde getrieben worden war und wir den Schafen nicht klar machen konnten, dass das nicht Sinn der Sache ist, legten wir Rosalie kurz an die Leine. Damit wurde die ganze Herde allerdings so statisch, dass keine Chance bestand sie von ihrem Fleckchen Gras zu bewegen. Also Rosalie wieder ab...
Positiv anzumerken ist Smillas ruhiges und konzentriertes Auftreten. Ungleich dem letzten Training kam sie überhaupt nicht ins Hetzen, hielt viel Abstand und "guckte" die Schafe sogar mehrmals geduldig vom Zaun weg. Auch den Rückruf-Pfiff haben wir gestern mal an den Schafen ausprobiert als Smilla gerade Geschwindigkeit aufbaute. Sofort abgebrochen und zurück zum Frauchen. Sensationell.
Nach dem Training gings weiter zum Grillen auf einem von Micha's Hundeplätzen. Ein wunderschönes Stückchen Land mit toller Aussicht. Viele nette Hunde und ihre Besitzer. Smilla wurde direkt gut aufgenommen, war garnicht zurückhaltend und hat trotz ihrer Müdigkeit den ganzen Abend ausgelassen mit den anderen getobt. Jetzt, am nächsten Morgen, liegt sie immernoch im Koma :) Wir konnten uns nicht dazu durchringen das Lammfleisch auf dem Grill zu probieren. Ob wir es persönlich kannten? Ein paar Fotos vom Shooting der letzten Woche. Nochmal Danke an Yvonne : )


14.06.2009, 33. Hütetraining: Fotografen, ueberall Fotografen

Ein komisches Training. Was machen all diese Leute auf der Schafweide? Ein Tierfotografie-Seminar? foto Sowas gibt's? Ungefähr fünfzehn Teilnehmer, allesamt mit bestem Equipment ausgestattet. Zur Abwechslung haben wir so die Fotos also machen lassen. War auch mal ganz nett...
Die Teilnehmer hatten sich wohl schon stundenlang an Motte müde fotografiert und so kam ihnen die kleine Smilla gerade recht. Erst konnte Smilla ein wenig frei arbeiten, was ihr echt gut tat. Es ist zwei Wochen her, dass wir das letzte Mal da waren. Smilla war schon ganz unleidlich, als wir Micha und Motte nach unserer Ankunft erst einmal bei der Arbeit zuschauen mussten. Die Kommentare der Gruppe, als Smilla dann ran durfte: "Mann, ist der kleine Hund schnell..." Da sieht man mal das es gar nicht so leicht ist gute Bilder von der Hütearbeit hinzukriegen. Motte geht dagegen meist ein wenig ruhiger an die Schafe. Das kommt mit dem Alter...
Nachdem Smilla ihren ersten Trieb rauslassen konnte, ging es an die gestellten Bilder. Echt anstrengend für Smilla. Zentimeter genaues Sitzen, Liegen und Stehen. Komische Menschen mit riesigen Aparaturen am Kopf, die sich vereinzelt echt wie Verrückte benehmen, damit man sie beachtet: "Miauu" ; )
Nach der ganzen Arbeit sind wir echt gespannt auf die Fotos. Ein paar haben wir, dank Yvonne mit ihren terror-dogs, schon zu sehen bekommen. Das macht Lust auf mehr...


14.06.2009, Fortschritte beim Rueckruf-Training

Das Rückruf-Training geht auch gut voran. Die Verknüpfung von Pfiff und Leckerli steht perfekt. Wir haben Smilla schon aus ein, zwei brenzlige Situationen rausgepfiffen. Einen echten Ernstfall, d.h. ein aufgeschrecktes Reh, gab es bisher glücklicherweise noch nicht.
Aber der Pfiff hat noch einen Effekt. Nicht nur, dass Smilla auf direktem Weg zurückkommt, nein, auch das Wild wird durch den Pfiff aus der Deckung gelockt und macht sich davon. Der Ton geht einem allerdings auch durch Mark und Bein...
Nach Trockenfisch und Leberwurst sind wir jetzt bei Katzenfutter mit Sahneschmelzkäse gelandet. Ein widerliches Gemisch für das Smilla auch durch Wände laufen würde. Wir bleiben weiter am Ball...


01.06.2009, 32. Hütetraining: Aufstand der Wollknaeule

Heute war wieder Schafzeit für Smilla. Die waren extrem bockig und hatten keinerlei Lust zu Arbeiten. Ständig auf der Flucht, um zu den anderen Schafen der Herde zurück zu kommen. Selbst Zäune konnten sie nicht aufhalten. Die stellvertretende Leitung hat Smilla sogar zweimal attackiert obwohl diese ihr gerade den Rücken zugedreht hat. Irgendetwas stimmt nicht. Das Wetter? Der Mond? Die fetten Wiesen? Die Schafe drehen jedenfalls durch...
Aber erstmal ein kurzer Nachtrag zum vorangegangenen Training: Letzte Woche konnten wir im Training nochmal das Einpferchen und die anderen Maneuver, die wir schon vom Trial kannten, wiederholen. Smilla hatte diesmal etwas mehr Arbeit die Schäfchen auf dem richtigen Weg zu halten. Trotzdem hat es super geklappt. Nur die Schäfchen aus dem Pferch herauszubekommen ist echt Schwerstarbeit. In der Galerie gibt's Fotos von den letzten drei Trainings. Von Rosalies Lämmchen, vom Melken, den Übungen an Pferch und Tor vor dem Trial bis zum heutigen Training.
Heute standen outruns auf dem Programm: Smilla muss abseits der Schafe ins SITZ bzw. STEH, Frauchen entfernt sich dann in einem gedachten Kreis etwas von der Herde und ruft sie mit dem entsprechenden Richtungskommando aussen um sich herum zu den Schafen. Der Part bis zum Frauchen klappt schon hervorragend. Danach geht Smilla allerdings dann meist den direkten Weg zu den Schafen anstatt den Bogen noch etwas fortzusetzen und die Schafe einzufangen. Dank Motte, an der sich Smilla orientieren konnte, waren aber auch einige gute Ansätze zu sehen.
Hausaufgabe: Das STEH wieder verstärkt in das tägliche Programm aufnehmen.


01.06.2009, "Antijagd-Training"

foto Wir haben endlich angefangen einen Rückruf-Pfiff zu konditionieren. Nach einem Fehlversuch mit Trockenfisch (Smilla aß ihn nur widerwillig), gibt es nun Kalbsleberwurst aus der Tube... Das Abrufen aus dem Spiel klappt schon jetzt hervorragend. Wir sind gespannt auf die erste echte Bewährungsprobe...
Die neue Pfeife ist der Hammer, handgefertigt und sehr günstig. Dazu eindeutig leichter zu bedienen als eine shepherd's whistle :)


21.05.2009, Farm Trial

Oh, wie aufregend. Smilla und Frauchen sind heute bei ihrem ersten Farm Trial gestartet. Neun Hunde, darunter mehrere Border und Aussies, der Cattle Dog Zorro und der alte Bekannte Jack haben sich den Aufgaben gestellt.
Als erstes galt es die Schäfchen zusammen mit dem Hund durch ein Tor zu treiben. Danach sollte der Hund die Schafe zurück durch dasselbe Tor auf den Menschen zutreiben und die Wollis alle in einem Pferch unterbringen. Schwere Aufgaben. Direkt als erster ist Jim mit seiner BC-Hündin gestartet und hat gleich Maßstäbe gesetzt. Wie erwartet hat er am Ende auch den ersten Platz belegt. foto Smilla durfte erst ganz am Schluss an die Arbeit. Wie schon beim letzten Seminar wartete sie ganz ruhig und geduldig bis auch sie an der Reihe war. Das ist eigentlich der größte Erfolg... Die Schafe hatten zu diesem Zeitpunkt ihre Geduld schon verloren und kannten den Weg, den sie vorher schon acht mal nehmen mussten auswendig. Erinnerung an Micha: nächstes Mal Wechselschafe bereitstellen :) Nachdem Smilla und Frauchen ihre Aufgaben dank gelehriger Schafe in Bestzeit gemeistert hatten, ging es zur Siegerehrung über. Zur Überraschung aller - ich möchte hiermit in aller Öffentlichkeit die Integrität des Richters und seines Punktesystems in Frage stellen ;) - landete Smilla zusammen mit Cara, der federleichten BC-Hündin auf dem ersten Platz. Im Stechen haben Frauchen und Smilla dann allerdings Anstand bewiesen und Jim den Vortritt gelassen...
Das wichtigste ist, dass alle, sogar der acht Monate alte Cattle Dog, die Schafe in den Ferch bekommen haben. Gute Schüler! Falls jemand der Anwesenden Fotos bestellen will: Schreibt einfach eine Mail.
Was bleibt? Ein dankbarer zweiter Platz, ein gewonnenener Gummigockel und zwei Sonnenbrände.


21.05.2009, London calling

foto Smilla ist jetzt 'ne echte Dame. Die crazy-farbige Flexi-Leine aus London gab's zu Frauchens Geburtstag. Die Tage ist nun auch das passende Geschirr dazu angekommen. Selbstverständlich auch aus dem europäischen Ausland. Diesmal Österreich. Smilla ist schließlich ein Hund von Welt.
Sie sieht jetzt derart "dämlich" aus, dass Herrchen sich nicht mehr mit ihr aus dem Haus traut :)


10.05.2009, Verdammte Sch&*$#%

Nein, nicht die Schafe... Smilla hatte gestern einen jagdlichen Einsatz. Dieses Mistvieh von Reh war auf unserer eingezäunten Pferdekoppel, um zu trinken. Genau das hatten die Hundis nach einem kurzen Spaziergang auch vor. Wir hatten keine Chance. Das ist echt dumm gelaufen. Seit Wochen passen wir ständig auf, lassen den kleinen Hund nur noch an ausgewählten Stellen von der Leine und klickern jeden Blickkontakt. Das Reh hatte Glück nicht im Zaun hängen geblieben zu sein.
Hoffnung machen aber die Fortschritte beim Hütetraining. Hier können wir das Hetzen effizient unterbinden und das Gelernte auch auf den Alltag übertragen. Nach Smillas Ausflug ging es dann auch nach Auringen zu Hüten. Wir haben eine ganze Weile beim Training eines kleinen Cattle Dogs zugesehen, der zwar bisher nur wenig Trieb zeigt, aber schon sehr gut auf Kommandos reagiert. Ein hübscher Kerl. Er ist zwar jünger und kleiner als Smilla, trotzdem hat sie es sich nicht nehmen lassen rücklings vor seiner Schnauze rumzurutschen. Werd' endlich erwachsen : )
Smilla war ansonsten echt gut drauf. Sie konnte die ganze Zeit frei hüten. Wenn es zu hektisch wurde, haben wir mit der Longierpeitsche für Abstand gesorgt und versucht Smilla abzurufen. Zeitweise hat sie voll konzentriert mit ihrem Frauchen zusammengearbeitet und die Kommandos gut umgesetzt. "STEH" und die Richtungswechsel klappen in diesen Phasen schon fast hundertprozentig. Dann wieder zeigt Smilla auch Phasen ohne jede Konzentration. Dies äussert sich dann zumeist im Schnappen nach irgendwelchen Flugtieren. Auch das Abbruchsignal "SCHLUSS" dringt dann nicht mehr zu ihr vor. Die Aufgabe ist es jetzt die Konzentrationsphasen schrittweise zu verlängern. Um das Abbruchsignal zu verbessern, sollte es in naher Zukunft vor allem dann eingesetzt werden, wenn Smilla sowieso gerade mit etwas aufhört. Letztlich könnte das auch helfen, ihre jagdlichen Ambitionen in den Griff zu kriegen.
Rosalie und ihre Tochter haben fast zeitgleich Nachwuchs bekommen. Die beiden durchsetzungskräftigen Damen nutzen diesen Umstand und haben sich aus der Hütearbeit ausgeklinkt. Die restlichen Schafe waren auch gleich etwas fluchtiger... Rosalies Euter sieht aus, als würde er bald platzen. Da leider nur eines der beiden Lämmchen die Geburt überstanden hat, muss sie auch abgemolken werden. So kam es, dass wir uns gestern auch im Schafe melken geübt haben. Die Milch ist sehr fettig, sieht aus wie leicht angeschlagene Sahne. Kein Wunder das die Lämmchen so schnell wachsen. Schmecken tut sie auch. Etwas salziger als Kuhmilch und natürlich noch schön warm :)
Fotos gibt's dann vielleicht später...


04.05.2009, 28. Hütetraining: Seminararbeit

Gestern war wieder ein Seminar bei Micha. Eine tolle Gruppe mit wirklich liebenswerten, talentierten, gehorsamen Hunden und gelehrigen Frauchen und Herrchen. Da hat auch das Fotografieren Spass gemacht.
Smilla musste wieder ein wenig zurückstecken und hat es ohne Bellen und Jammern ausgehalten, den anderen Hunden bei der Arbeit zuzusehen. Wirklich toll! Auch an den Schafen war Smilla spitze. Sie konnte sich vom Frauchen lösen und hat ihr wirklich zugearbeitet. Die Longierpeitsche als verlängerter Arm (Nein, die Hunde werden nicht damit geschlagen; ) erleichtert es Smilla hinter den Schafen zu halten und zum Pendeln zu bringen. Ein guter Tag! Das beste ist dass unser Plan mit der Böckchen-Auffang-Station "Böckchen in Not" Gestalt annimmt. Es wäre zu schön, sie weiterleben zu sehen. Danke an Ute!
Fotos von den Lämmern


01.05.2009, 27. Hütetraining: Springende Kurzhaarschafe

Besser spät als nie...
Hier ein paar Fotos vom Hütetraining der letzten beiden Wochen. Beim letzten Training hat Smilla ihren ersten Outrun gemacht. Erst in weitem Bogen um ein Gebüsch und wieder vom Frauchen in Empfang genommen bevor sie sich auf die Schäfchen stürzen konnte. Ein echter Erfolg!
Die Schäfchen sehen so ganz ohne Wolle echt komisch aus. Seht selbst! Sie sind jetzt nur noch halb so viel Schaf wie vorher. Es hat eine Zeit gedauert, bevor wir wenigstens einige von ihnen wiedererkannt haben. Um nicht aus der Mode zu kommen haben wir auch Emily wieder einen Kurzhaarschnitt verpasst. Sie freut sich drüber!


24.04.2009, Schafe vor der Haustuer

Heute morgen im Wald haben wir mal wieder Rehe getroffen. Die waren glücklicherweise still und haben sich nicht bewegt. So konnte ich Smilla schnell wieder an die Flexi machen. Mit der Zeit wird man echt nachlässig. Es ist gerade mal ein paar Wochen her, da waren wir sicher, dass Smilla sich an ein Leben als Leinenhund gewöhnen muss, wenn sie unbedingt Rehe jagen will. Also Erinnerung an uns selbst: Endlich Leberwurst kaufen und den niemals sein Ziel verfehlenden Superpfiff einstudieren!
Dann waren da auch noch Schafe im Wald. Ja, echte Schafe. Die haben wir gestern abend schon entdeckt. Sie fressen für einen guten Zweck. Tolles Leben. Naturschutzmaßnahmen um den lichten Kiefernwald so zu erhalten, wie er ist. Der Wanderschäfer, ein ungarischer Gastarbeiter, hatte einen altdeutschen Hütehund. Eine schöne Dame. Allerdings wäre dieser auf Smilla losgegangen hätte er nicht an der Leine gehangen. Beängstigend, aber gleichzeitig auch verständlich, denn in diesem Wald treiben sich viele jagdlich sehr ambitionierte Hunde mit erziehungstechnisch weniger ambitionierten Menschen herum. Die Arbeit des Hundes besteht also weniger im Hüten der Schafe, als im Herdenschutz.
Es ist nicht der Hund des Gastarbeiters, es sind auch nicht seine Schafe, es ist nicht sein Wohnwagen, in dem er schläft und wahrscheinlich verdient er auch eher schlecht dabei. Trotzdem hat dieser Beruf etwas so Schönes. M an arbeitet mit den Tieren und muss sich dem Rythmus der Schafe anpassen. Soooo beruhigend. Gerade bei dem Bombenwetter ein wunderbarer Zeitvertreib.


24.04.2009, Was gibt's noch?

- Hüten ist letzte Woche ausgefallen, weil wir alle so schwer beschäftigt sind. Ausserdem hatten die Schafe Haarlinge. Wird also echt Zeit, dass die Wolle runter kommt. Gestern war dann das große Scheren. Gerne wären wir dabei gewesen. Wir sind gespannt, ob wir "unsere" Wollis noch wiedererkennen. - Emily's Wunde verheilt gut, allerdings humpelt sie jetzt an der linken Vorderpfote. Verhüpft beim Bällchen spielen. Sie lässt auch kein Fettnäpfchen aus im Moment und hat jetzt zehn Tage absolute Ruhe verordnet bekommen. Der kleine Hund wird schon ganz unleidlich und jammert, weil jetzt keiner mehr zum Raufen und Rennen da ist. Aarghh! - Dann haben wir eine neue Designer-Flexi geschenkt gekriegt und dann auch gleich ein dazu passendes Geschirr bestellt. Watch out, Mainz City! Bei Gelegenheit werden Fotos folgen.


12.04.2009, 26. Hütetraining: dogfight

Heute war wieder Hütetraining angesagt. Hüten verlief ganz gut. Smilla war nur ein- bis zweimal auf Abwegen und hat sich einen Spass daraus gemacht einzelne Schafe zu jagen. Es wird aber immer leichter sie wieder einzufangen bzw. abzurufen.
Zum ersten Mal hatten wir Emily dabei. Wie sich rausstellte keine gute Idee. Sie kannte die Schafe noch von ihrem Besuch im Winter hatte aber auch heute kein Interesse an ihnen. Aus weiter Entfernung schaute sie also ihrem Kind bei der Arbeit zu. Nachdem die Schafe wieder eingesperrt waren haben sich Motte und Emily erstaunlich nett beschnuppert. Wir hatten schon ein wenig bedenken, ob das mit den zwei klappt. Nach dieser ersten Begrüßung, dachten wir die Situation wäre entschärft, aber Motte war wohl anderer Meinung. Lange Rede, kurzer Sinn: Emily hat jetzt eine kleine Bisswunde in ihrer Backe. Erst dachten wir es wäre ein kleiner Kratzer am Auge und haben die Wunde gar nicht gemerkt. Sie sitzt gut versteckt in Emily's "Lachfalte" und wird wohl von selbst wieder verheilen.
Motte ist ein Profi, was die Arbeit an den Schafen angeht. Im Umgang mit anderen Hunden ausserhalb des Hütens ist sie aber echt schwierig einzuschätzen. Schade, dass wir nicht auf unser Bauchgefühl gehört und Emily an der Leine gelassen haben.
Smilla und Wollis inmiddlen von Kirsch- und Apfelblüten. Oh du hochsommerlicher April.


05.04.2009, 25. Hütetraining: Fotoshooting, die Zweite...

Hochsommer, Anfang April. Tolle Sache. 7 Uhr aufgestanden und ab nach Auringen. Smilla braucht wieder ihre wöchentliche Dosis Schafe. Rosalie platzt bald. Sie kann aber noch über Zäune springen... Heute hat sie frei gekriegt. Es sollte auch ein anstrengender Tag für die Schafe werden...
Smilla hatte die Aufgabe die Schafe hoch zu treiben und ins Roundpen zu pferchen. Hat ziemlich gut geklappt. Als Abschluss des Tages durfte Smilla zusammen mit Motte die Schafe zurück nach unten treiben. Sie nutzte die Gelegenheit und machte ihrem gesammelten Frust Luft indem sie ein unschuldiges Lämmchen von der Herde trennte und es zusammen mit Motte zwei mal um den Rest der Herde jagte. Beide ließen sich nicht abrufen. Dumme Ideen hoch zwei :)
Warum hatte Smilla Frust? Was war passiert? Fotoshooting ist die Antwort. Smilla saß den halben morgen im Kofferraum, die andere Hälfte verbrachte sie damit zu jammern, weil nicht sie, sondern die anderen Hunde die Schafe durch die Gegend jagen durften. Heute gibt's also keine neuen Bilder von Smilla, sondern von den anderen Hundis. In der Farbbezeichnung der BCs sind wir etwas unsicher. Wir hoffen ihr wisst, wen wir meinen...


29.03.2009, 24. Hütetraining: Alleingang

Heute war Micha nicht da und wir hatten die ehrenvolle Aufgabe die Schafis ein wenig zu beschäftigen. Voller Vorfreude auf Rosalie's Lämmchen sind wir losgefahren. Angekommen erstmal Zaun und Futtersituation kontrolliert und schon dabei bemerkt, dass Rosalie noch immer aussieht wie ein quadratisches Wollknäul. Vermutlich hat sie Drillinge - vielleicht auch noch mehr... Lange kann selbst die willensstarke Rosalie nicht mehr verhindern, dass ihr Lämmchen auf dem Kopf rumtanzen.
Dann haben wir einen kleinen Durchgang gehütet. Rosalie war derartig bockig, dass sie jeden Versuch sie zum Weitergehen zu bewegen mit einem Gegenangriff beantwortet hat. Also haben wir sie stehen gelassen. Sie kam erst wieder zur Herde als wir die Tröge mit der wundervoll stinkenden Silage erreicht hatten. Smilla hat natürlich auch gleich mal 'ne Schnauze voll probiert. Wer hätte was anderes erwartet? Ansonsten war Smilla noch sehr müde, denn wir hatten anstrengendes Wochenende hinter uns. Dementsprechend ruhig war sie an den Wollis.
Nach zehn Minuten Training beschlossen wir also, dass es jetzt reiche und wir haben uns noch ein wenig mit den Lämmchen beschäftigt. Der Großteil der Mutterschafe hat's jetzt hinter sich. Zuhause angekommen ist sie gleich in einen Tiefschlaf verfallen.


23.03.2009, Jagdhund

Zum zweiten Mal ist Smilla gestern Rehen hinterhergejagt. Sie war eine Minute lang weg und selbst das Bellen von Emily half nicht sie zur Umkehr zu bewegen. Das ist völlig untypisch. Selbst wenn die Schafe sich in Bewegung setzen ist Smilla immer abrufbar. Wieder bei uns eingetroffen hatte sie Schaum vorm Mund und war voll im Trieb. Ein großer Spass : (
Und da sagt man Hunde wären relativ leicht zu erziehen. Wir haben uns natürlich gefreut als Smilla wieder kam. Wir hätten sie allerdings gerne geschüttelt und ihr gesagt, dass man sowas nicht macht. Jetzt ist bis auf weiteres Schleppleine angesagt. Wir überlegen ausserdem so eine Art "Superpfiff" zu konditionieren. Vielleicht mit Leberwurst?
Die Rehe sind hierzulande aber auch ausgesprochen blöd. Hier machen so viele Bauern im Feld rum, dass es für die Rehe ganz normal ist, wenn sie Menschen in ihrer Nähe bemerken. Kein Grund wegzulaufen...



22.03.2009, 23. Hütetraining: Mantrailing

Wieder mal Sonntag, wie immer wochenendlich grauer Himmel. Beim Hüten durfte Smilla erst ein wenig frei an den Schafen arbeiten. Es ist spannend zu sehen, was sie dabei anbietet. Die Schafe hatten sich allerdings in den Kopf gesetzt zu einem wunderbaren Getreideacker unterhalb ihres Standorts zu laufen. Und wenn Schafe sich was in den Kopf gesetzt haben ist es selbst für erfahrene Hütehunde schwer bis unmöglich sie davon abzuhalten. Wieder einmal zeigte sich, wie schnelle schwangere Schafe und wenige Wochen alte Lämmer sein können. Am gewünschten Acker angekommen wurden die Schafe herb enttäuscht. Ein Bauer war so unverschämt und hat die Erde mit einem Pflug bearbeitet. In der Hoffnung auf besseres Futter ließen sich die Schafe also wieder hoch treiben.
Dort angekommen haben wir erste Ansätze für den Outrun geübt. Smilla wurde in einiger Entfernung zur Herde abgestellt, Frauchen entfernte sich dann von ihr, wobei sie noch ein bißchen mehr Distanz zur Herde aufbaute. Ziel war es Smilla zu abzurufen, so dass sie nicht aussietypisch direkt auf die Herde zuarbeitet, sondern aussen am Frauchen vorbeiläuft. Smilla wurde dann wieder ins "STEH" gerufen und das Spiel konnte von neuem beginnen.
Zum Schluss war wieder Smilla's Paradedisziplin angesagt. Es ging zurück zur Weide der Schafe. Ohne Druck und mit gutem Abstand pendelte sie hinter den Schafen, während Frauchen die Herde anführte. Das Einpferchen hat dann allerdings Motte übernommen, da hier in schneller Reihenfolge viele Befehle ausgeführt werden müssen. Schwierig...
Nach dem Hüten dienten wir als Opfer bei Michas Mantrailing-Kurs. Lustige Beschäftigung! Auch Smilla durfte mal ran. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Umsetzung (Wir alle wissen, das Smilla gut laufenden Menschen hinterherjagen kann...), hat sie sich ganz gut geschlagen. Die anderen Hunde haben schon echt schwere Aufgaben gemeistert. Tolles Ding, so eine Hundenase...


20.03.2009, Waschtag

Die Sonne hat sich gezeigt und wir waren unten am Rhein. Während Emily es nicht aushalten konnte endlich in das stinkige Wasser des Altarms zu kommen, war es Smilla eindeutig zu kalt. Am Geruch kann es nicht gelegen haben, denn sonst ist sie immer ganz vorne mit dabei wenn es um Dinge geht, von denen Menschen denken, dass sie stinken. Sie zog es vor nur eine Unterbodenwäsche zu machen.
Danach gings dann ab in die Trockenstraße, einen wunderbar sandigen Acker. Herrlich, so ein Hundeleben...


15.03.2009, 22. Hütetraining: Fotoshooting

Bedeckt und kalt, aber ziemlich trocken. Hüten war wie immer spaßig. Auch heute gab es wieder neue Lämmer zu bestaunen. Tolles Hobby! Smilla hat sich auch heute wieder gut angestellt. Das "STEH" funktioniert bombig! Allerdings hat Smilla nach dem ganzen Schleppleinentraining jetzt Probleme sich vom Frauchen zu lösen. Oder ist es doch der gute Käse?
Micha hatte heute mal wieder ein Hüteseminar. Die Teilnehmer -eine Gelbbacke und ein Australian Cattle Dog- haben sich echt gut angestellt. Vor einem halben Jahr ist es uns mit Smilla genauso gegangen. Mensch und Hund arbeiten beide das erste Mal an Schafen. Erstaunlicherweise wissen die Hunde im Gegensatz zu den Menschen ganz genau worum es bei dem Spiel geht...



08.03.2009, 21. Hütetraining: Waldspaziergang

Dauerregen. Trotzdem hat es heute Spaß gemacht. Wir haben einen kleinen Waldspaziergang mit den Schafen unternommen. Die hochschwangeren Damen können sich noch erstaunlich gut bewegen und auch die Lämmer haben gut mithalten können. In einem kleinen Tal haben wir wieder FURCHE geübt. Micha hat Smilla in Schach gehalten, während Frauchen hinter der Herde auf und ab pendelte und Smilla die Kommandos gab. Eine schwierige Übung... Mal ganz abgesehen davon, dass Smilla die Umgebung noch nicht kannte und Frauchen zu weit entfernt war um sie mit Käse zu beruhigen.
Dann ging der Spaziergang weiter. Abenteuerlich. Sumpfige Wiesen und matschige Waldwege. Smilla hat während des Laufens die ganze Zeit frei gearbeitet. Auf den Fotos ist gut zu sehen, dass sie jetzt auch schön Abstand zu den Schafen halten kann.
Als Abschluss ging es wieder zu den neuen Lämmern. Ein nicht gerade von Schönheit gesegnetes Mutterschaf hat ein wunderschönes braunrotes Lämmchen geboren. Da hat's der Vater wohl rausgerissen : )


01.03.2009, 20. Hütetraining

Heute gab es den Rest vom Gouda, ein bißchen Frühling und ein neues Böckchen. Jetzt geht es Schlag auf Schlag...
Gerne hätten wir unsere Zeit nur mit den Lämmern und ihren Müttern verbracht, aber die hatten heute Trainingspause. Beim Training dabei war auch Karla, ein Border Collie, die noch ein wenig zierlicher ist als Smilla. Abwechselnd haben die zwei an den Schafen gearbeitet. Diese konnten die Trennung von ihren Verwandten noch weniger aushalten als wir und haben beschlossen wieder zurück zur Mutter-Kind-Gruppe zu laufen. Kein Hund - nicht einmal Motte- konnte sie davon abhalten. Hütehunde kann man vergessen. Schafe hören viel besser auf das Rascheln von Plastiktüten : )
Nachdem die Schafe sich wieder beruhigt hatten und wir wieder etwas Distanz zu den Lämmern gewonnen hatten konnte das Training weitergehen. Frauchen am Kopf der Herde voran. Smilla pendelnderweise hinterher. Dann ein wenig Kreisen mit Richtungswechseln. Smilla zeigte wieder ruhiges und konzentriertes Arbeiten und auch Frauchen gewinnt an Selbstbewusstsein, weiß immer besser, wie sie auf Smilla und die Herde reagieren muss. Dann war das Training auch schon vorbei.
Endlich konnten wir uns dem eigentlichen Grund unseres Besuchs widmen: LÄMMCHEN! Leider kann Micha nur die weiblichen Tiere behalten. Wir überlegen eine Vermittlungsagentur "Böckchen in Not" aufzumachen. Die Jungs haben jetzt ein knappes Jahr zu leben und kriegen nicht mal einen Namen. Einerseits ist das grausam, andererseits haben die Böckchen zwar ein kurzes, dafür aber ein schönes Leben. Und Micha muss ja auch was essen...


26.02.2009, 19. Hütetraining

Nieselregen, matschig und kalt. Wo ist der Frühling, wenn man ihn braucht?
Smilla erstaunt uns von mal zu mal mehr. Sie ist sehr ruhig an den Schafen und lässt sich auch in brenzligen Situationen gut abrufen. Am Anfang des Trainings haben wir etwas "FURCHE" geübt. Die Schäfchen auf einem Acker. Smilla auf einer angrenzenden Wiese. Immer ein "RAUS DA", wenn sie auf den Acker geht und ein "FURCHE", wenn sie an der Grenze Wiese-Acker in Höhe der Schäfchen auf und ab pendelt. Aufgrund des leckeren middlelalten Goudas in Frauchens Tasche hat sich das Flankentraining in ein Training für Fußarbeit entwickelt. Smilla hatte vor lauter Appetit schon Schaum vorm Mund... Weniger ist eben doch manchmal mehr. Die "FURCHE" liegt den Aussies ja sowieso eher weniger. Dafür hat es aber ganz gut geklappt.
Zweiter Teil des Trainings bestand im Pendeln hinter der Herde. Erst mit, dann wieder ohne Leine. Diesmal war es Motte, die Flusen im Kopf hatte. Gemeinsam mit Smilla haben sie sich Rosalie vorgenommen. Die ist ganz schön gerannt... Nach diesem kleinen Ausrutscher war aber schnell wieder Ruhe drin und Smilla wieder gut zu kontrollieren.
Als Belohnung für ein gelungenes Training ging es dann zum Stall, um den vier Lämmchen einen Besuch abzustatten.


22.02.2009, 18. Hütetraining

Ein schönes und erfolgreiches Training. Auch diesmal gab es wieder ein paar Überraschungen Jack, Smillas Bekanntschaft aus dem Hüteseminar, kam heute auch mal wieder zum Training vorbei. Ein Traum von einem Rüden. Zu Smillas Leidwesen ist er allerdings kastriert. Und es gab schon wieder neue Lämmchen! Noch ein wenig süßer als die von letzter Woche...
Die zwei Lämmer von letzter Woche sind topfit und laufen schon mit der Herde mit. Sie haben das ganze Interesse von Smilla und Jack auf sich gezogen. Lämmer riechen anscheinend noch besser als die Hinterteile der großen Schafe. Alle Hunde sind sehr sanft, beinahe zärtlich, mit den Kleinen umgegangen. Das freie Hüten ohne Leine bringt allen Beteiligten - Smilla, Frauchen und dem Fotografen - viel Spaß. Anfangs, noch an der Leine, war Smilla sehr angespannt und gefrustet. Sie konnte es nicht mit ansehen wie Jack sich im Hüten übte. Da sieht man mal was Motte Tag für Tag mitmachen muss... Ruhiges Verhalten in den Arbeitspausen müssen wir also weiter bestärken. Als Smilla dann endlich ohne Leine an die Schafe durfte und wieder das gemeinsame Umkreisen der Herde, das Ablösen und den Richtungswechsel geübt hat, war sie voll in ihrem Element. Nur an den zwei kleinen musste sie immer wieder anhalten, um sie genauer zu untersuchen.


22.02.2009, Ende des Stubenarrest

Die unkastrierten Rüden dürfen ab Montag auch wieder auf die Strasse. Dann sind drei Wochen vergangen und Smillas Hitze sollte so langsam wieder abklingen. Wir freuen uns die Hunde endlich wieder ohne Leine spielen und toben zu lassen...


15.02.2009, 17. Hütetraining: Die ersten Laemmer

Als wir losfuhren dachten wir noch es würde ein ganz normales Training werden. Dem war nicht so...
Wir waren zu früh und haben uns schon ein wenig mit unseren heißgeliebten Schäfchen unterhalten bis Micha und Motte auftauchten. Mit im Gepäck hatten sie eine ,-nein zwei-, kleine Neuigkeiten. ZWILLINGE! Micha nahm uns mit in den kleinen Stall und zeigte sie uns. Wir standen vor zwei wenige Stunden alten Böckchen. Zum Knuddeln... Die Geburt war nicht geplant. Das Mutterschaf hat sich an einen Bock aus einer anderen Herde rangemacht. Längere Geschichte... Es ist eigentlich noch ein wenig früh im Jahr, aber im Stall haben die Kleinen ja einen geschützten Raum. Die Geburt war wohl nicht einfach. Der Erste wollte mit dem Kopf zuerst auf die Welt, hatte aber seine Beine im Mutterleib vergessen. Micha hat gut reagiert. Die Mutter war müde von den Schmerzen und der großen Anstrengung, sah aber glücklich aus und hat beide Lämmer angenommen. Auch den Lämmern ging es gut. Das Weisse der beiden hatte Probleme die Zitze seiner Mutter zu finden, aber mit Micha's Hilfe hat auch das geklappt. Wir sind gespannt zu sehen, wie sie sich entwicklen.
Smilla war die ganze Zeit über vorne am Eingang des Gatters angebunden und konnte uns nicht mehr sehen. Trotzdem war sie ruhig und kam auch nicht auf die Idee Leine oder Geschirr anzufressen. Toller Hund! Wir haben das Gefühl Motte freut sich regelrecht Smilla zu sehen. Die beiden scheinen langsam warm zu werden. Auch auf diesem Gebiet zeigen sich also Fortschritte. Weil wir so lang beim Nachwuchs gesessen haben, war unsere Trainingsstunde schon um. So wurde Smilla's Trainigseinheit kurzerhand mit einem Border Collie zusammen absolviert. Wieder freies Hüten ohne ständiges Halten der Schleppleine. Nur wenn die Schafe sich zu schnell und ruckartig bewegen kennt auch Smilla kein Halten mehr. Wieder ging es darum, mit Smilla die Herde zu umkreisen und abzuwarten, ob sie sich vom Frauchen löst. Dann hieß dem Hund entgegenzulaufen, um ihn zum Wechseln der Richtung zu animieren. Da wir bisher viel das Vorantreiben mit Leine geübt haben, muss Smilla erst noch lernen die Herde auf den Menschen zuzutreiben. Jetzt hat sie die nötige Gelassenheit dazu. Das tägliche Training mit den Besuchsschafen hat einiges dazu beigetragen. Wenn Smilla sich also vom Frauchen gelöst hat und sich auf der entgegengesetzten Seite der Herde befindet gilt es sie zu loben und sich langsam rückwärts zu bewegen. Smilla hat ihre ganz eigene Art entwickelt die Schäfchen voranzutreiben. Sie zeigt keinerlei Aggressionen, sondern riecht an ihren Hinterteilen. Den Schafen ist das so unangenehm, dass sie dem Frauchen folgen.


15.02.2009, Leinenzwang

Smilla ist jetzt voll in der Hitze. Sie schaltet Annoncen an allen öffentlichen Hundetoiletten, aber bisher hat sich -glücklicherweise- noch keiner gemeldet. Es gibt keine Spaziergänge mehr ohne Leine. Ob wir das noch eine Woche durchhalten?


14.02.2009, Ausritt...

Schönes Wetter, da haben wir kurzer Hand den Champ nach sechs Monaten Winterpause wieder ausgepackt. Die "heiße" Smilla und die olle Emeline nehmen wir auch mit. Das verspricht spassig zu werden. Habe ich schon erwähnt, dass es matschig ist?
Lust auf ein bißchen Frühling? Dann hier lang...


10.02.2009, Smilla's erster Geburtstag

Herzlichen Glückwunsch, liebe Smilla. Du bist uns so sehr ans Herz gewachsen. Danke für ein wunderschönes Jahr. Naja, sind wir mal ehrlich. Die ersten Wochen waren schrecklich ;)


08.02.2009, 16. Hütetraining

Eigentlich müssten wir uns doch freuen, weil es taut. Aber es ist sooo matschig, dass wir beim Versuch zu Parken den Hang trotz gezogener Handbremse weiter runter rutschten. Naja, wir leben noch... Micha´s Auto parkte auch vor einem Abhang und wir wunderten uns. Nicht umsonst, wie sich herausstellte. Es hieß "Rettet mein Auto!" Mit geballter Kraft konnten wir Micha aus ihrer gefährlichen Parksituation retten ;) Ohne Allrad sollte man in dieser Jahreszeit wohl nicht vom sicheren Asphalt runter.
Smilla ist noch immer läufig. Heisse Phase... Motte und Luzy waren ganz aussergewöhnlich freundlich zu Smilla. Wahrscheinlich weil sie jetzt auch ne große ist :)
Ob Smilla trotz Hitze gut arbeiten kann? Hoffentlich kein Mann in der Nähe! Schäfchen von der Weide holen, gar nicht so einfach. Wie immer möchte Rosalie doch lieber nicht das machen, was Smilla ihr sagt. Also haben wir etwas länger gebraucht bis sich die Herde in Bewegung setzte. Danach hat Smilla sich schön von mir lösen können. Ich lief am Herdenkopf voran, Smilla wie ein echter Profi hinten dran. Sie kann schon so gut und ruhig hinter den Schafen pendeln. Das Training macht auch uns immer mehr Spass, wenn wir sehen, welche großen Fortschritte die kleine Maus gemacht hat.
Was zum anschauen gibt's hier.


02.02.2009, Rueden der Region aufgepasst...

Achtung, Achtung! Smilla ist läufig. Bitte verlassen Sie mit ihren Rüden nicht mehr das Haus bis Entwarnung gegeben wird...
Acht Tage vor ihrem ersten Geburtstag hat Smilla sich überlegt, dass es jetzt Zeit sei, den Männern in ihrem Leben einen Platz zu geben. Herrchen und Frauchen halten sie allerdings noch für zu jung um ihr den Kontakt zu erlauben. Wäre ja noch schöner...


09. und 13.01.2009, Hüten auf der Koppel

Dieses Training steht ganz im Zeichen, Rosalie will´s wissen! Das erste Mal wird sich Emily in das Hütegeschehen aktiv mit einbringen. Das Training am 13.01 war eines unserer besten...
Seht selbst!


05.01.2009, Spass im Schnee

Es ist der Wahnsinn. Wenn es bei uns mal schneit, dann ist es eigentlich am nächsten Tag Matsch. So ein Wetter bis minus 18 C, kaum zu glauben! Die Damen ziehen es dann doch vor nachts im Stall zu schlafen, ein schönes warmes Heubett ist halt schon was Feines. Von dem einen Ballen Heu am Tag knibbeln sie ein bissel, der Rest wird als Bett genutzt. Sie gehen immer noch raus und suchen sich ihr Gras unter der Schneedecke. Wir haben das Kraftfutter erhöht und es gibt zusätzlich ein paar Maisflocken zum heizen. Die Oma hat sich auf der linken Seite den Vorder- und Hinterfuß so runter gelaufen, dass es geblutet hat. Kurzerhand haben wir sie geschnappt und Matthias hat sie fachmännisch auf den Hintern gesetzt. Geduldig hat sie sich die Füße mit Blauspray behandeln lassen, mit einer Watte-Binde habe ich die Füße gut verbunden und kurzerhand mit einer selbstklebenden Verbandsbinde von den Hunden umwickelt. Erstaunlicherweise klappte das super. Der Verband blieb sitzen, scheuerte nicht und der Schnee konnte nichts anrichten. Omi war froh über ihre Polsterung und konnte wieder lahmfrei laufen. Alle Damen haben natürlich während der Behandlung tatkräftig mitgeholfen und abwechselnd mal über die Schulter gesehen ;)
Danach die tägliche Trainingsroutine. Eine Runde auf der Koppel. Emily zeigt nur wenig Interesse an den Schafen. Sie kann allerdings gut Furche laufen. Sie ist halt eher das Pferde-Hüten gewohnt. Nur wenn es brenzlig wird zwischen Smilla und Rosalie greift sie mit in das Geschehen ein. Als Belohnung für die schwere Arbeit gab es dann noch einen schönen Spaziergang durch den Schnee...
Hier gibt's Fotos vom Spaziergang und hier gibt's Schafis im Schnee zu sehen.